29.04.2019, Sasa Stanimirovic

Regionalliga-Volleyballerinnen verpassen erneuten Pokal-Coup


„Wir haben mit Ausnahme einer kurzen Phase im zweiten Satz kaum zu unserem Spiel gefunden, ich hatte das Gefühl, dass wir auch vom Kopf her nicht mehr frisch waren“, gibt Trainer Sasa Stanimirovic offen zu. Die erste Regionalliga-Saison, die die MTV-Volleyballerinnen mit einem starken vierten Platz beendeten, hatte wohl zu viel Kraft gekostet.

Zu Beginn der Abtastphase im ersten Satz war man zwar vom Punktestand auf Augenhöhe mit dem zwei Klassen höheren Gegner, mehr als 11 Punkte wollte der Zweitligist den Barockstädterinnen am Ende aber dann doch nicht gewähren. „Vielleicht war auch einfach der Respekt zu groß, wir waren insgesamt viel zu zögerlich in allen Elementen“, so Stanimirovic, der zudem mit Julika Günther, Hannah Lepenies und Sarah Schaefers auf drei angestammte Kräfte verzichten musste.

Im zweiten Durchgang kämpften sich die MTV-Damen zurück ins Spiel, erspielten sich gar eine 16:13 Führung. Der Zweitligist legte eine Schippe drauf, konterte mit einem Doppelwechsel. Dann ging es im Gleichschritt Richtung Satzende – 20:20, 22:22. Eine klare Fehlentscheidung des Schiedsgerichts, das einen deutlichen Übertritt der Rückraumangreiferin übersah, sorgte dann für die vorentscheidende Führung für die Hauptstädterinnen. Mit 23:25 mussten sich die MTV-Damen um Spielführerin Susanne Knapp nur denkbar knapp geschlagen geben.

Hernach lief nichts mehr zusammen, der letzte Glaube gegen einen solchen Gegner etwas zu reißen war dahin. Automatismen griffen nicht mehr und ein Angriffsspiel kam nur noch sporadisch zustande – und wenn, dann war der Stuttgarter Block oder die Abwehr auf der Lauer. Am Ende stand ein deutliches 7:25 auf der Punktetafel.

Während sich ihre Teamkolleginnen mit dem neuen Pokalsieger maßen, ging Libera Sarah Schaefers im Übrigen mit der TSG Eislingen bei der Deutschen Meisterschaft U18 in Potsdam an den Start und kam mit dem Vizemeistertitel im Gepäck zurück nach Ludwigsburg. Ein toller Erfolg für die Jüngste im Team.

Nach der Saison ist vor der Saison - ein kleiner Umbruch steht bevor

Die Saison ist für die MTV-Damen nun endgültig beendet, nach einer Trainingspause wird die Mannschaft im Juni in die Vorbereitung starten. Nicht mehr dabei sein werden dann leider Hannah Lepenies (Umzug), Cathrin Flößer (Karriereende), Cornelia Flechtner (Volleyballpause), Julika Günther (Volleyballpause), Jennifer Staudenmeyer (Beruf) und Melanie Erhardt (zweite Mannschaft).

Das Gesicht des MTV wird sich also zwangsläufig ein wenig ändern müssen, wenngleich bereits 9 Spielerinnen fest für die kommende Spielzeit zugesagt haben. „Das Grundgerüst steht, da sind wir vergleichsweise weit. Natürlich sind wir auch in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen. Hier haben wir bereits positive Signale bekommen, dass sie in der kommenden Saison für uns an den Start gehen, man darf also gespannt sein“, so Stanimirovic.


 
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